Renaissance - Humanismus - Reformation
(ca.1470- 1600)
Von Raffael - The Yorck Project (2002) 10.000 Meisterwerke der Malerei
Geschichtlicher Hintergrund
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Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit
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Renaissance = „Wiedergeburt“ der Antike in Kunst, Literatur, Wissenschaft
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Humanismus: Mensch und Bildung im Mittelpunkt
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Reformation: Bruch mit der katholischen Kirche, Beginn des Protestantismus
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Wichtige Ereignisse:
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1492: Kolumbus entdeckt Amerika
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1519–1522: Magellan umsegelt erstmals die Erde
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1517: Luthers 95 Thesen → Reformation
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1524–1526: Bauernkriege → soziale Spannungen
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1555: Augsburger Religionsfrieden („cuius regio, eius religio“)
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1556: Abdankung Kaiser Karl V.
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Charakteristika der Literatur
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Renaissance:
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Rückgriff auf antike Autoren (Cicero, Vergil, Horaz)
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Streben nach Harmonie, Klarheit, Schönheit
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Erste naturwissenschaftliche Texte in Volkssprache
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Humanismus:
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Bildungsideal: „studia humanitatis“ (Sprachen, Philosophie, Geschichte)
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Pflege des Lateins + Aufwertung der Volkssprachen
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Satire und Essay als neue Formen der Kritik
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Reformation:
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Bibelübersetzung in die Muttersprache (Luther)
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Flugschriften als Massenmedium
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Religiöse Lieder, Predigten, Streitschriften
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Gesellschaft:
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Erstarkendes Bürgertum gegen Adel und Klerus
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Literatur als Werkzeug für Bildung, Religion und Politik
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Buchdruck revolutioniert die Verbreitung von Wissen
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Bedeutende Vertreter
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Johannes Reuchlin (1455–1522): Humanist, Sprachgelehrter, Vorkämpfer religiöser Toleranz
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Erasmus von Rotterdam (1466–1536): Humanist, Satiriker (Lob der Torheit)
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Martin Luther (1483–1546): Reformator, Bibelübersetzer, prägte das Neuhochdeutsch
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Ulrich von Hutten (1488–1523): Humanist, Dichter, streitbarer Kritiker des Papsttums
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Hans Sachs (1494–1576): Meistersinger, Schuhmacher, volkstümlicher Dichter, Unterstützer der Reformation
Von Michael Ostendorfer - Datenbank Tripota in der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt Trier/Stadtarchiv, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org
Bedeutende Werke
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Erasmus: „Lob der Torheit“ (1509): Satirische Kritik an Kirche und Gesellschaft
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Luther: Bibelübersetzung (1522–1534): Sprachlich stilprägend, machte die Bibel allgemein zugänglich
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Luther: 95 Thesen (1517): Startpunkt der Reformation, europaweit verbreitet
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Flugschriften (16. Jh.): Polemische Kurztexte, Massenverbreitung durch den Buchdruck
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Hans Sachs: Fastnachtsspiele & Meistergesänge: Humorvolle, volkstümliche Stücke mit religiöser und gesellschaftlicher Thematik
Bedeutung der Epoche
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Neubestimmung des Menschenbildes: Individuum im Mittelpunkt
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Wissen demokratisiert durch Buchdruck und Übersetzungen
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Erstarkendes Bürgertum fordert Teilhabe
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Literatur dient Bildung, Kritik und gesellschaftlicher Erneuerung
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Fundament für die Neuzeit gelegt